The Life of Gold – Born from Stardust
Die nahezu unendliche Reise der Edelmetalle
Ein Goldring findet mühelos Platz in einer kleinen Schmuckschatulle. Seine Geschichte hingegen sprengt beinahe jede Vorstellungskraft. Sie beginnt weder in einer Mine noch an der Werkbank eines Goldschmieds, sondern lange vor der Entstehung unserer Erde, in den Tiefen des Universums. Bis Gold schliesslich zu einem Schmuckstück wird, durchläuft es zahlreiche Stationen. Es wird gefunden, gewonnen, gereinigt, geschmolzen und neu geformt.
Doch diese Reise muss nicht immer von vorne beginnen. Denn Gold besitzt eine besondere Gabe: Es kann weiterleben.
Älter als die Erde
Gold, Platin und andere schwere Elemente entstanden vor Milliarden von Jahren unter extremen kosmischen Bedingungen. Als eine ihrer bedeutenden Quellen gelten Kollisionen von Neutronensternen, Ereignisse von kaum vorstellbarer Energie.
Das Gold, das wir heute am Finger oder um den Hals tragen, ist somit älter als unser Planet.
Mit dem Material, aus dem sich das Sonnensystem formte, gelangten die Edelmetalle auf die junge Erde. Ein grosser Teil sank tief in ihr Inneres; kleinere Mengen verblieben in der Erdkruste. Über Millionen von Jahren wurden sie durch Hitze, Druck, mineralreiche Flüssigkeiten, Verwitterung und Wasser an einzelnen Orten konzentriert. So entstanden jene Lagerstätten, nach denen der Mensch später zu suchen begann. Jedes Gramm Gold trägt damit nicht nur materiellen Wert, sondern ein Stück kosmischer und geologischer Geschichte in sich.

Viel Gestein für wenig Gold
Das romantische Bild des Goldsuchers ist schnell gezeichnet: eine Waschpfanne im Fluss, einige kreisende Bewegungen und am Boden erscheint ein glänzendes Nugget. Die heutige Realität sieht meist anders aus.
In vielen Lagerstätten ist Gold so fein im Gestein verteilt, dass es mit blossem Auge kaum erkennbar ist. Bevor eine Mine entstehen kann, untersuchen Fachleute das Gelände, entnehmen Bohrkerne und prüfen, ob sich eine Förderung überhaupt lohnt. Nur ein kleiner Teil der entdeckten Vorkommen wird tatsächlich erschlossen.
Je nach Lage wird das Erz im Tagebau oder unterirdisch gewonnen, anschliessend transportiert, gebrochen und fein gemahlen. Man kann sich diesen Prozess wie die Suche nach wenigen kostbaren Körnern in einem gewaltigen Berg aus Stein vorstellen.
Um selbst kleinste Goldanteile herauszulösen, wird im industriellen Bergbau häufig Zyanid eingesetzt. Im kleingewerblichen und informellen Abbau kommt teilweise Quecksilber zum Einsatz. Beide Stoffe sind giftig und verlangen einen äusserst kontrollierten Umgang. Unsachgemäss verwendetes Quecksilber kann Mensch und Umwelt langfristig belasten.
Verantwortungsvoll geführte Minen arbeiten deshalb mit umfassenden Sicherheits- und Umweltkonzepten. Dennoch bleiben Eingriffe in die Landschaft, ein hoher Energie- und Wasserbedarf sowie grosse Mengen an Rückständen Teil des Primärabbaus.
Noch lange kein Schmuckgold
Auch nach dem Abbau ist Gold noch nicht bereit für die Werkbank. Zunächst entsteht meist ein sogenannter Doré Barren, eine Mischung aus Gold, Silber, Kupfer und weiteren Metallen. Erst in der Raffinerie wird daraus reines Edelmetall.
Dort wird das Material geschmolzen, analysiert und in seine Bestandteile getrennt. Doch längst nicht alles, was diesen Weg nimmt, stammt aus einer Mine. Auch alte Schmuckstücke, Münzen, Produktionsreste, Feilungen und selbst unscheinbare Werkstattstäube können zurückkehren.
Nach der Raffination besitzt recyceltes Feingold dieselben Eigenschaften wie neu gewonnenes Gold. Es ist weder weniger wertvoll noch weniger beständig. Gold trägt kein Gedächtnis. Vielleicht war es einst Teil einer Taschenuhr, eines Familienrings oder einer früheren Kreation. Nach der Aufbereitung beginnt seine Geschichte neu.

Die oberirdische Goldmine
Fast das gesamte Gold, das je gefördert wurde, existiert noch heute. Es findet sich in Schmuckschatullen, Tresoren, Münzsammlungen, Werkstätten und technischen Geräten wieder. Natürlich soll nicht jedes Schmuckstück eingeschmolzen werden. Ein Ehering oder ein Erbstück besitzt oft eine emotionale Bedeutung, die sich nicht in Gramm ausdrücken lässt. Daneben gibt es jedoch grosse Mengen Gold, die ungetragen, vergessen oder technisch überholt sind.
Diese Bestände bilden eine gewaltige oberirdische Mine. Ihr entscheidender Vorteil: Das Metall wurde bereits gewonnen. Es muss kein neuer Berg geöffnet, kein zusätzliches Erz verarbeitet und keine weitere Landschaft dafür erschlossen werden. Für die Herstellung eines neuen Schmuckstücks ist daher nicht zwingend neu gefördertes Gold erforderlich. Oft liegt die wertvollste Ressource längst vor uns und wartet darauf, wiederentdeckt zu werden.

Zwei Wege zum gleichen Metall
Primärgold und Recyclinggold können am Ende dieselbe Reinheit und Qualität besitzen. Ihr Weg dorthin unterscheidet sich jedoch erheblich.
Für Primärgold muss eine Lagerstätte gefunden und erschlossen werden. Gestein wird abgetragen, transportiert, zerkleinert und aufbereitet. Das benötigt Energie, Wasser und eine umfangreiche Infrastruktur. Je nach Verfahren kommen giftige Chemikalien zum Einsatz, während grosse Mengen an Rückständen zurückbleiben.
Recyclinggold beginnt hingegen mit einem Metall, das bereits vorhanden ist. Alte Schmuckstücke und Produktionsreste werden gesammelt, geschmolzen, getrennt und erneut raffiniert. Auch dieser Prozess benötigt Energie und technische Hilfsmittel. Er erspart jedoch den aufwändigsten Teil der Reise: den erneuten Abbau aus der Erde.
Gerade hochwertiges Altgold und Schmuckgold lassen sich besonders effizient wiederaufbereiten. Aus einem früheren Schmuckstück wird so kein Abfall, sondern der Ausgangspunkt für etwas Neues. Recyclinggold ist deshalb keine Alternative zweiter Wahl. Es ist dieselbe kostbare Substanz mit einer klüger fortgesetzten Geschichte.
OEKOGOLD: Wertvolles bleibt im Kreislauf
Bei Sahak Jewellery arbeiten wir fast ausschliesslich mit recyceltem Gold. Für den überwiegenden Teil unserer Kreationen verwenden wir zertifiziertes OEKOGOLD Grundmaterial.
Das Edelmetall stammt aus bestehenden Beständen, wird in spezialisierten Raffinerien aufbereitet und anschliessend zu Blechen, Drähten, Profilen oder Granulaten verarbeitet. Zertifizierte Systeme dokumentieren die Materialinformationen entlang der Lieferkette und schaffen damit mehr Nachvollziehbarkeit.
Für uns ist diese Wahl kein nachträgliches Argument, sondern Teil des Entwurfs. Noch bevor Formen, Proportionen oder Edelsteine festgelegt werden, steht das Material, aus dem eine neue Kreation entstehen soll.

Wo aus Metall Bedeutung wird
Wenn das recycelte Edelmetall in unserem Atelier eintrifft, wirkt es beinahe unscheinbar: als Blech, Draht, Profil oder feines Granulat. Seine Schönheit ist zu diesem Zeitpunkt erst eine Möglichkeit. An der Werkbank wird es geschmolzen, gewalzt, gezogen, gebogen, gelötet, gefeilt und poliert. Aus einem geraden Draht entsteht eine feine Kontur, aus einem schlichten Blech eine Fassung und aus einzelnen Elementen schliesslich ein neues Schmuckstück.
Auch dabei geht möglichst wenig verloren. Abschnitte, Feilungen und edelmetallhaltige Stäube werden gesammelt und erneut aufbereitet. Was heute beim Bearbeiten eines Rings abgetragen wird, kann später Teil einer neuen Kreation werden.
Doch seine eigentliche Bedeutung erhält ein Schmuckstück erst, wenn es das Atelier verlässt.
Denn kaum jemand entscheidet sich lediglich für ein bestimmtes Gewicht an Gold. Ein Ring steht für ein Versprechen, ein Anhänger bewahrt eine Erinnerung. Schmuck kann einen Neubeginn markieren, eine Reise festhalten oder Generationen miteinander verbinden.
Sein Wert entsteht deshalb nicht allein aus Gramm, Karat oder Seltenheit. Er liegt im Zusammenspiel von Material, Gestaltung, Handwerk und persönlicher Geschichte. Vielleicht ist dies die schönste Form der Nachhaltigkeit: Ein Material, das älter ist als die Erde, erhält immer wieder eine neue Gestalt und mit jedem Menschen, der es trägt, eine neue Bedeutung.
Bei Sahak Jewellery verstehen wir Luxus nicht als kurzfristigen Überfluss. Luxus bedeutet für uns Sorgfalt, Beständigkeit und die Freiheit, bewusst zu wählen. Recyceltes Gold erzählt keine Geschichte des Verzichts. Es steht für die Wertschätzung eines kostbaren Materials, das seine Qualität bewahrt und immer wieder neu interpretiert werden kann.
So wird aus Sternenstaub ein Edelmetall, aus Edelmetall ein Schmuckstück und daraus etwas, das weit über seinen sichtbaren Glanz hinausreicht.
Entdecken Sie die faszinierende Welt des Goldes und lassen Sie sich von unseren Schmuckkreationen in verschiedenen Goldtönen begeistern. Ob Gelbgold, Weissgold oder Roségold – jedes Schmuckstück wird mit viel Liebe zum Detail und höchster handwerklicher Präzision gefertigt.
In unserem hauseigenen Goldschmiede-Atelier entstehen individuelle Schmuckstücke, die ganz nach Ihren persönlichen Wünschen gestaltet werden. Gerne beraten wir Sie auch bei der Auswahl passender Edelsteine und Materialien, um gemeinsam Ihr ganz persönliches Schmuckstück zu kreieren.


